Alarmstufe Rot!

Unsere Bücherei braucht Zukunft, damit RHEINBACH weiter LIEST

Die Zukunft der Öffentliche Bücherei Sankt Martin ist gefährdet.
Sie ist eine von sieben sogenannten Vertragsbüchereien im Erzbistum Köln, die über einen Kooperationsvertrag zwischen Kommune und der Katholischen Kirchengemeinde finanziert und geführt werden. In dem Finanzierungsmodell steckt zudem ein jährlicher Zuschuss des Bistums.

Die Öffentliche Bücherei St. Martin nimmt die Funktion einer Stadtbücherei wahr. Träger ist die Katholische Kirchengemeinde St. Martin. Die Büchereileiterin sowie zwei weitere hauptamtliche Mitarbeiterinnen arbeiten auf zwei Vollzeitstellen. Die Hauptamtlichen werden durch ein Team von rund 40 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt. Die grundlegende Konstruktion der Vertragsbücherei in der aktuellen Form lässt sich durchaus als Win-Win-Win-Modell für alle Beteiligten betrachten.

Was ist passiert?

In den letzten Jahren bestand der Anteil der Stadt Rheinbach an der gemeinsamen Finanzierung der Bücherei in einer Pauschale von 75.000 €, ein im Vergleich zu anderen öffentlichen Büchereien niedriger Betrag. Dies war zum einen der Situation des städtischen Haushalts geschuldet und zum anderen der fragwürdigen Einordnung von Büchereien als freiwillige Leistung einer Kommune, was haushaltstechnisch bedeutsam ist und den Handlungsspielraum von Kommunen, die sich in der Haushaltssicherung befinden, einengt.

Im Ergebnis bedeutete die Deckelung des städtischen Anteils: Die Kostensteigerungen der vergangenen Jahre wurden von der Kirchengemeinde übernommen. Im Sommer 2020 kündigte diese den bestehenden Kooperationsvertrag zum Juni 2023.

Direkt Online unterschreiben

Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie uns unsere Forderungen zum Erhalt der Öffentlichen Bücherei durch zusetzen. Setzen Sie ein Zeichen und zeigen allen Beteiligten Akteuren wie wichtig eine professionelle Bücherei für uns alle ist – unterschreiben Sie direkt hier auf OpenPetition!

Ziel sei es gewesen, die Finanzierung der Bücherei mit der Stadt neu auszuhandeln. Schon vor der Kündigung habe das Erzbistum die Rheinbacher Kirchengemeinde darauf hingewiesen, dass man nicht mehr auf Dauer mit einer finanziellen Unterstützung der Vertragsbüchereien rechnen dürfe und ihr den Abschluss eines neuen Vertrags mit der Stadt nahegelegt.

Vor zwei Monaten legte die Kirchengemeinde dem Erzbistum einen Vertragsentwurf zur Stellungnahme vor. Doch anstelle einer inhaltlichen Rückmeldung kündigte das Erzbistum per Pressemitteilung den Ausstieg aus der Finanzierung der Vertragsbüchereien an. Für die Rheinbacher Bücherei bedeutet dies einen Ausfall von ca. 40.000 € pro Jahr, der nach Angabe der Kirchengemeinde über die bereits aktuelle Beteiligung hinaus nicht mehr finanziert werden könne.

Konkret bedeutet dies alles:
Der Fortbestand der Rheinbacher Bücherei in ihrem heutigen Leistungsumfang ist massiv bedroht.

Unsere Bücherei – was würde ihr Verlust für Rheinbach bedeuten?

Die Leistungen der Rheinbacher Bücherei als nichtkommerzielle Bildungs-, Informations- und Kultureinrichtung sind für unsere Stadt immens. Mit einem breit gefächerten und qualitativ ausgewählten Medienangebot ermöglicht sie allen Bürgerinnen und Bürgern, unabhängig von Alter, Geschlecht, Einkommen und Herkunft, den Zugang zu Informationen im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes. Sie ermöglicht freie Meinungsbildung und kulturelle Teilhabe sowie Unterstützung bei praktischer Lebensorientierung und der Entwicklung von Recherche- und Medienkompetenz. Ihr besonderer Schwerpunkt ist die Förderung von Sprach- und Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen.

Unsere Bücherei ist längst mehr als ein Ort, an dem Bücher ausgeliehen werden. Sie ist – in zentraler Lage von Rheinbach und mit zahlreichen Partnern bestens vernetzt – ein Ort kultureller Begegnung, sozialer Treffpunkt, Lern- und Veranstaltungsort. Dabei übernimmt sie Aufgaben der Identitäts- und Wertebildung, der Integration und der Seelsorge. Dank ihrer professionellen Führungsstruktur kann sie zum Wohle der Stadtgesellschaft mit Eltern, Kindertagesstätten und Schulen effektiv zusammenarbeiten.

Die Bücherei ist ein wichtiger Standortfaktor. Im Profil von Rheinbach als angesehene Schulstadt mit hoher Qualität bei Bildung und Kultur ist die Rheinbacher Bücherei als eine der tragenden Säulen nicht wegzudenken. Ihr Verlust oder auch nur ein Zurück hinter den heutigen Qualitätsstandard hätte vielfach negative Auswirkungen auf die Zukunft Rheinbachs und wäre geeignet, eine Abwärtsspirale in Gang zu setzen.

Unterschriftenlisten herunterladen

Unterstützen Sie indem Sie Unterschriftenlisten in Ihrem Geschäft oder Einrichtung auslegen, an Freunde und Bekannte verteilen und direkt unterschreiben lassen.

Laden Sie sich die Listen direkt hier herunter.

Unsere Forderung

Wir fordern die beteiligten Akteure – Kirchengemeinde St. Martin, Erzbistum Köln, Stadtverwaltung und Stadtrat – auf, unter Einbeziehung der Stadtgesellschaft umgehend alle nötigen Gespräche zu führen, um die derzeitige ungewisse Situation schnell zu beenden.

Die Zukunft einer zentralen und professionell geführten Rheinbacher Bücherei ist für unsere Stadt unverzichtbar und muss daher zügig und dauerhaft gesichert werden.

Unterstützen Sie uns in unserer Forderung und unterschreiben Sie direkt unsere Online-Petition auf OpenPetion oder drucken sie sich die Unterschriftenliste.

Zeigen Sie den Beteiligten Akteuren ein eindrucksvolles Meinungsbild der Rheinbacher und Rheinbacherinnen.

Monika Flieger (1. Vorsitzende) und Gerd Engel (2. Vorsitzender) zum Start der Kampagne vor der Öffentlichen Bücherei St. Martin
Unterschriftenlisten online oder in Papierform

Sie können die Unterschrift online abgeben oder in Papierform indem Sie sich die Listen herunterladen. Die ausgedruckten Unterschriftenlisten können in der Öffentlichen Bücherei abgegeben oder postalisch gesendet werden an:

Rheinbach Liest e.V.
Gerd Engel
Meistermannweg
53359 Rheinbach